Legal Highs – Todesdrogen aus dem Internet

Ihre Namen klingen harmlos und sie sind völlig legal. Sie werden beispielsweise als Badezusatz, Duft- oder Kräutermischung verkauft, dienen laut Anbieter der Entspannung oder als Pflanzendünger – sogenannte Legal Highs. Produkte, die man ganz einfach über das Internet kaufen kann. Doch die Wahrheit ist: sie sind hochgefährlich. Denn fast alle enthalten psychoaktive Substanzen oder illegale Drogen, die unberechenbar sind – und immer öfter tödlich. Innerhalb weniger Jahre hat sich die Zahl der Toten in Deutschland fast verzehnfacht. Auch Kai ist fast daran gestorben. Vier Jahre konsumiert der 28-Jährige, bis er eine Überdosis erwischt. Die Bundesregierung versucht seit Jahren dagegen etwas zu unternehmen. Doch sobald sie eine Substanz verbietet, taucht eine neue auf, die durch minimale Änderung der chemischen Zusammensetzung wieder legal ist – und meistens noch gefährlicher. Die Anbieter sind skrupellos – und es gibt immer mehr. Besonders perfide: Sie haben es speziell auf Jugendliche abgesehen, wie z. B. Samson. Der 17-Jährige kämpft in einer Jugendhilfeeinrichtung gegen seine Sucht. Er hat mit dreizehn angefangen. Es folgen fast fünf Jahre Konsum, der sein Leben und das seiner Familie fast zerstört hätte. Oder Mario: Er hat mit neun angefangen, landet im Gefängnis gelandet und verliert seinen besten Freund an die Drogen. Die Legal Highs-Welle rollt durch die ganze Welt. Der 19-Connor aus Kalifornien ist nach nur einmaligem Konsum daran gestorben. Jetzt kämpft seine Familie gegen die Drogen aus dem Internet. Es ist ein Kampf, der kaum zu gewinnen ist, so scheint es. Was tut Deutschland gegen die tödliche Gefahr?

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