ZDFinfo – Trauma Umerziehung

Heimkinder in der DDR

Jugendwerkhof„, das klingt ganz freundlich. Wer aber als Jugendlicher bis 1989 in einen Jugendwerkhof der DDR eingewiesen wurde, hatte nichts zu lachen.
Von den über 700 Kinder- und Jugendheimen der DDR waren etwa 150 so genannte Spezial-Kinderheime, und das hieß „verschärfte Bedingungen„, wie z. B. Freiheitsentzug, Bestrafungen und seelische Grausamkeiten. Vier ehemalige „Heimkinder“ berichten, was sie im Erziehungsheim erlebt und vor allem erlitten haben.
Dietmar R. und  Marianne K. waren in den 60er Jahren im Heim, Alex  M. und Corinna T. in den 80er Jahren. Alle Vier haben bis vor kurzem nicht einmal mit ihren engsten Familienangehörigen über diese schlimme Zeit sprechen können. Die ehemaligen „DDR-Heimkinder“ sind schwer traumatisiert.
Doch nun wollen sie dieses bedrückende Schweigen endlich brechen. Alex M. und Dietmar R. haben entschieden, als Zeitzeugen von ihren Erlebnissen zu berichten. Corinna T. arbeitet seit drei Jahren in der Gedenkstätte Geschlossener Jugendwerkhof Torgau, wo sie als 17-Jährige 1985 eingesperrt war und vom Heimleiter missbraucht wurde.

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