ZDFinfo – Pfarrer, Spitzel, Bürgerrechtler – Kirche in der DDR

„In 20 Jahren ist es mit der Kirche vorbei“, muss sich 1953 der junge Pfarrer Heinrich Rathke anhören, der gerade von Bayern in ein kleines Dorf in der damaligen DDR gekommen ist. Die Kirche soll es in der sozialistischen DDR nämlich nicht mehr geben. Aber es kommt anders: 20 Jahre später ist Rathke Bischof in Schwerin und noch einmal 20 Jahre später gibt es keinen sozialistischen Staat DDR mehr – nicht zuletzt dank der Kirche. Am 9. Oktober 1989 kam es nach den jahrelangen Montagsgebeten in der Leipziger Nikolaikirche, später auch in anderen Leipziger Kirchen und schließlich überall in der DDR, zur Friedlichen Revolution, vier Wochen später zum Fall der Mauer.

Der Film erzählt die Geschichte von 40 Jahren Kirche in der DDR-Diktatur. Es ist kein „trockener Geschichtsunterricht“, sondern es sind die lebendigen Erinnerungen derer, die dabei waren und die das, was Archiv-Material aus dem DDR-Fernsehen in kleinen Ausschnitten vermittelt, hautnah miterlebt haben. Eine spannende, gelegentlich unter die Haut gehende Geschichte mit einem erstaunlichen Ende.

 

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